Lieferkette · Auditierung & Qualifizierung

Lieferanten-Auditierung & Sorgfaltspflichten in der Praxis

Gesetzgeber und Großkunden verlagern die Kontrolle von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards direkt in die vorgelagerte Lieferkette. Reine Selbstauskünfte genügen rechtlich längst nicht mehr.

Vom Papiertiger zum wirksamen Kontrollsystem

Verhaltenskodizes (Codes of Conduct) und formularmäßige Fragebögen galten lange als Standard. In behördlichen Prüfungen nach LkSG oder bei Produktkontrollen nach der EU-Zwangsarbeitsverordnung (FLR) wird jedoch die tatsächliche Wirksamkeit der Kontrollmechanismen hinterfragt.

Unternehmen müssen nachweisen können, dass sie Hochrisikolieferanten vor Ort überprüfen, Missstände systematisch abstellen und eigene Mitarbeiter sowie Lieferanten aktiv schulen.

Kaskadierung und Durchgriff in tiefere Kettenebenen

Die größten Risiken für Menschenrechtsverletzungen und Entwaldung liegen meist nicht beim direkten Vertragspartner (Tier 1), sondern in vorgelagerten Verarbeitungsstufen (Tier 2 bis Tier N).

Ein zukunftssicheres Lieferantenmanagement verpflichtet direkte Lieferanten vertraglich zur Kaskadierung der Sorgfaltspflichten und sichert dem abnehmenden Unternehmen gezielte Kontroll- und Auditrechte zu.

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