Der EUDR-Sorgfaltspflicht-Radar ordnet Ihre Betroffenheit durch die EU-Entwaldungsverordnung ein und fokussiert auf zollrechtliche Marktrolle, Datenlage zu Geolokalisierung und strukturelle Risiken in Ihrer Lieferkette.
Der Radar beleuchtet, welche Rolle Sie im Sinne der EUDR einnehmen – etwa als Inverkehrbringer, Händler oder nachgelagerter Akteur – und welche Pflichten damit typischerweise verbunden sind. Er hinterfragt, ob und wie Sie heute bereits GPS- und Geolokalisierungsdaten zu relevanten Flächen oder Plantagen erfassen und mit Lieferantenerklärungen verbinden.
Gleichzeitig richtet das Tool den Blick auf Ihre Herkunftsländer, auf Governance-Qualität und mögliche Datenblockaden, die eine ordnungsgemäße Sorgfaltspflichtprüfung erschweren können. So entsteht ein strukturiertes Bild, ob Ihr Setup geeignet ist, eine EUDR-konforme Due-Diligence aufzubauen.
Die EUDR verlangt einen dokumentierten Sorgfaltspflichtenprozess mit Risikoanalyse, Maßnahmen und Nachweisen entlang der Lieferkette. Ohne verlässliche Geodaten, klare Rollenabgrenzung und ein Mindestmaß an Lieferantentransparenz bleibt dieser Prozess lückenhaft – insbesondere bei komplexen Beschaffungsstrukturen.
Der Radar macht sichtbar, wo strukturelle Baustellen liegen, die Sie adressieren sollten, bevor Sie in eine juristische Detaildiskussion zur Verordnung einsteigen. Er ersetzt keine Rechtsberatung, unterstützt aber die Priorisierung Ihrer operativen Hausaufgaben.
Praktisch relevant ist das Tool vor allem für Einkauf, Supply Chain, Nachhaltigkeit/ESG, Recht und Zollverantwortliche. Es richtet sich an Unternehmen, die Rohstoffe oder Produkte im EUDR-Scope importieren, verarbeiten oder handeln und sich einen ersten strukturierten Blick auf Rollen, Datenlage und Risiken verschaffen wollen.
Auf dieser Grundlage können Fachbereiche eine gemeinsame Sprache entwickeln, um zu entscheiden, ob und wie eine EUDR-Due-Diligence-Struktur aufgebaut oder angepasst werden muss – und welche Warengruppen dabei zuerst in den Fokus rücken.
Nutzen Sie das Ergebnis des EUDR-Radars, um gemeinsam eine Prioritätenliste zu erstellen: Datenlücken schließen, Lieferantenansprache strukturieren, vertragliche Klauseln anpassen, IT-Unterstützung planen. Im nächsten Schritt lässt sich darauf eine vertiefte Gap-Analyse zu den formalen EUDR-Anforderungen aufsetzen.
Langfristig sollte der Radar in Ihre ESG- und Compliance-Systematik eingebettet werden – etwa in Kombination mit Risikoanalysen, Lieferantenbewertung und Reporting Richtung Kunden, Banken oder Aufsichtsbehörden.
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